USA, Ende Oktober 11

Am 18.10.11 um kurz nach 10 Uhr hob das Flugzeug von Air Berlin vom Flughafen Tempelhof ab. In ihm Tio. Mit Traenen in den Augen blickte ich auf das Flughafengebaeude hinunter. Dass mir der Abschied so schwer fallen wuerde, haette ich nicht gedacht. Aber mit einem viierkoepfigen Abschiedskomando inklusive Kuchen, kann man dann einfach nicht anders. Im Flugzeug neben mir, eine aeltere rumaenische Frau, die weder deutsch noch gut englisch sprach. Das sollte also kein schoener Flug werden. Das Essen war okay, die Fernseher waren kaputt, es war eng und langweillig. Ich hab ein wenig gezockt und viel geschlafen. Ueber Groenland hatten wir dann unglaublich gute Aussicht (siehe ganz unten). Ansonsten war ich froh, als ich mit schwindenden Ohrenschmerzen endlich den Flughafen von Miami verlassen konnte. Von oestereichischer Koversation begleitet, brachten mich Alex und Andrea (zwei PCWIT-Helfer) nach Jupiter. Das erste grosse Werbeplakat, dass uns auf dem Highway entgegen kam: Heineken.
Nach drei Stnden, einem Stau und viel Stress fuer meine Fahrer kamen wir endlich am Appartment an. Schlaftrunken stieg ich die Treppe hinauf, lies mir meinen Koffer ins Zimmer tragen und legte mich, nach kurzem auspacken ins Bett.

Die naechsten Tage waren gepraegt von warten und Namen lernen. Ich lernte meine Mtbewohner kennen, zwei Jungs und ein Maedchen, wobei letzteres am Freitag bereits wieder abreisste. Ich machte meinen ersten Einkauf in einem normalen Supermarkt und staunte daraufhin noch mehr bei meinem ersten Walmarkt Besuch. Ich kaufte ein Handy, eroeffnete ein Konto und ging schliesslich am 24.10. um 8Uhr zum ersten Mal zur Shuttle-Bus-Haltestelle. 4 ½ Stunden Dokumente lesen und unterschreiben, seltsame Videos gucken und eine Fuerung durch den Club. Danach zum Drogentest und wieder nach hause. Der Club an sich war sehr beeindruckend. Waerend die anderen Gruppenmitglieder eifrig fotografierten, egal ob mit oder ohne Clubmitgliedern vor der Kamera, versuchte ich mir kleine Deteails ein zu praegen. Es war auf jedenfall sehr interessant. Nur die Kueche hat mir einen gehoerigen Schrecken eingejagt. Auf den ersten Blick sah sie dreckig und sehr unueberlegt geplant aus. Ich erfragte meinen Dienstplan bei einem der Chefs und hatte das Wochenende frei. Toll…

Es ist ruhig hier. Wenn man aus dem Haus geht ist erstmal viel nichts. Zwar ist das Towncenter nicht weit entfernt, aber solang nicht irgendein Fest ist, ist auch hier tote Hose. Nur die Bar “Jumpies Bay” ist abends immer sehr gut besucht.
Am Montag ging es dann auf zum ersten Arbeitstag. Und der war… Frei. Der Dienstplan wurde noch einmal geaendert und ich fuhr nach einem kurzen Rndgang durch die Kueche im Golf Village wieder zum Appartment. Den Rest des Tages verbrachte ich in den umliegenden GruenanlagenINaturschutzgebieten und suchte Geocaches.

Die Arbeit hier ist erschreckend. Es ist wenig zu tun, so dass einem geraten wird, langsam zu arbeiten. Der Umgang mit den frischen Lebensmitteln ist teileweise mehr Verbrechen als Kochen und Gewuerze werden fast keine benutzt. Es ist schlimmer, als ich es mir vorgestellt hab. Aber die Kollegen sind nett und dafuer dass ich hier wirklich nur ein mickrieges Gehalt bekomme, mach ich mich wenigstens auch nciht tot.

Langsam lerne ich die Umgebung kennen. Ich weiss, wo und wann der Bus abfaehrt, fuer den man hier im uebrigen nur 75 cent bezahlt, das sind 57 cent in Deutschland, das sollte man den Oeffentlichen in Berlin mal vorschlagen. Inzwischen bin ich noch zwei mal umgezogen und wohne mit vier Jungs in einem Appartment. Ich gehe jeden Tag ins Fitnesscenter, bin zwischen 21 und 23 Uhr (deutscher Zeitrechnung) bei Skype zu erreichen und ab und an begleite ich mal die Jungs abends in die Bar. Ich lebe mich ein.

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