USA, November 2011

Was war das fuer ein Monat.
So wirklich weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll. In die richtige Reihenfolge krieg ich es ohnehin nicht mehr, da ich ja auch zu faul bin, mir taeglich Notizen zu machen.
Aber beginnen wir mit Motivation und genaueren Schilderungen zum Thema Bus und Umzug.
Ich hab mein eigenes Zimmer und komme mit den beiden Jungs super aus. Ich finde raus, wo und wann der Bus abfaehrt, mache mich allein auf einen Teil von Palm Beach zu erkunden ( Gardens Mall und Downtown, nicht viel aber hey…) und gehe ins Kino. Ich liebe Kino und ich muss sagen, das hier ist wirklich schoen. Die Atmosphere stimmt, freie Platzwahl und der Film beginnt puenktlich (die Kinowerbung sieht man eben nur, wenn man sich schon frueher hinsetzt). Sehr angenehm. Nur leider faehrt der lezte Bus schon 19:10 Uhr zurueck, sodass einem nur die Nachmittagsvorstellung bleibt.
Dafuer ist Downtown schoen. Ein kleiner See, umgeben von Fussgaengerwegen und eine kleinere Einkaufspassage.
Die Gardens Mall ist auch ganz ok. Man muss zwar erstmal begreifen, welche Art von Geschaeften denn was anbieten (abgeshen, von denen, die offensichtlich Kleidung haben und denen, die man auch aus Europa kennt (GameStop, Wuhuuuuuuu)), aber dann macht das Shoppen sogar Spass.
So hat der November auf jedenfall sehr angenehm begonnen. Schoen, wenn er auch so geblieben waere…
Nach einem mehr oder weniger schweren Arbeitstag durfte ich mich noch in ein Motivationsseminar stezen und da begannen dann drei sehr stressige Tage. Dort wurden naemlich Geruechte laut, dass ich noch mal umziehen muesste. Gut, dass ich das als erste erfahre….
Wir hatten eingiges zu klaeren, aber viele Optionen hatte ich nicht. Schlussendlich bin ich eine Etage nach unten gezogen, habe zwar immer noch mein eigenes Zimmer, aber es ist dennoch nicht das Gleiche (mehr Details hierzu bitte bei mir persoenlich erfragen, danke =)).
Dazu kommt noch, dass die Arbeit zunehmend langweiliger und damit auch nervlich belastender wird. Also nehme ich all meinen Mut zusammen und rede mit dem obersten Kuechenchef (nach kurzem Mail-Wechsel mit der Organisation und Benny). Alles in allem kommt das nicht so gut an. Ich werde gebeten mit dem Chef meiner Abteilung zu reden. Also noch mal Mut sammeln.
Das grosse Ende vom Lied ist, ich werde aus dem ruhigen GolfVillage(GV) ins Marina Café versetzt. Ich habe hoellisch Angst vorm ersten Tag… zu unecht. Die Arbeit dort macht wesentlich mehr Spass. Dich Kueche ist ein Bruchteil so gross, wie die im GV und dennoch werden dort im Durchschnitt (wenns nicht gerad zu kalt ist und nichts los ist) 250 Essen zur Mittagszeit und noch mal 200 zum Abend geschickt. Das Team ist grossartig und alle bemuehen sich mich gut an die ganze Arbeit heran zu fuehren. Das Essen ist ausgezeichnet, frisch und lecker und alles in allem wird dort sogar ein wenig mehr Ordnung gehalten als im GV. Ich liebe es. Es gibt sogar Momente, in denen ein Kollege Zeit hat, mir zu zeigen, wie man verschiedene Sachen aus Obst und Gemuese schnitzt. Hier kann ich wirklich was lernen (und wenn es nur schnell sein ist).
Wirklich viel raus komm ich nicht mehr. An meinem einen freien Tag pro Woche steht im November immer noch Papierkram an. Sei es das Beantragen einer Sozialversicherungsnummer oder die Teilnahme an einem Hygieneseminar. Im GV nach der Arbeit und spaeter im Marina vor der Arbeit ist nicht wirklich Zeit noch grossartig die Welt zu sehen.Vor allem nicht ohne Fuehrerschein. Versuche in diese Richtung Informationen zu sammeln scheiter im November voellig. Auch das Ausgehen in die Bar Jumpies Bay reizt mich gar nicht und so langsam beschleicht mich das Gefuehl, dass ich auch hier an diese Gruppe keinen Anschluss finden werde. Ein Grund mehr fuer mich, oefter an Berlin zu denken.
Glucklicherweise muntern mich meine Kollegen und auch der wachsende Betrag auf meinem Konto immer wieder auf.
Die ersten von Euch haben nun bereits Briefe von mir erhalten. Weiter werden folgen, denn von hier aus nach Deutschland habe ich nicht wirklich viel Porto zu bezahlen.
Nachdem Thanksgivving hier sehr gross gefeiert wurde, habe ich den ersten Advent mal voellig verpennt, denn sowas wie Advent wird hier offentsichtlich nicht gefeiert. Erstaunlicherweise haelt sich das mit der Weihnachtsdeko und dem Weihnachtsessen hier auch alles in Grenzen. Ich brauche mir also keine Sorgen zu machen, in Weihnachtsstimmung komme ich hier sicher nicht.

Am meisten vermisse ich zur Zeit unter anderem mein Bett (die hier sind auf dauer nciht gut fuer meinen Ruecken), meine XBox, Berlin mitsamt meinen Lieblingsrestaurants und natuerlich die Gesellschaft meiner Freunde und meiner Familie.
Wie schon erwahnt, habe ich nun neue Arbeitszeiten. Ich arbeite nun immer von 12:30 bis 9:00 Uhr US-Zeit, und bin demnach or der Arbeit (zu deutsch zwischen 14:30 und 18:00 Uhr online. Nur falls jemand versuchen sollte Kontakt mit mir aufzunehmen. Ich wuensche also allen ein schoenes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr, der naechste Bericht kommt dann Anfang Januar.

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