Florida 2012

Wenn man mehrere Monate irgendwo verbringt, beginnt man sich einzuleben. Man entwickelt einen Rhythmus und gleitet über in einen Alltag. Dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob man in Deutschland oder in Florida ist.
Seit ich mir im Januar einen Fernseher gekauft hab, hat sich vieles geändert. Die letzten vier Monate waren ein stetiges auf und ab, immer davon abhängig, ob meine Freunde Zeit für mich hatten oder nicht, ob die Arbeit mich voll einnahm oder nicht und ob ich mich an meine Pläne halten konnte, oder ob sie eben von diversen Personen über den Haufen geworfen wurden.
Und dann, irgendwann war da eben diese Normalität. Einen Abend allein zuhaus am zocken, den nächsten bei Steven Shootergames im Coop-Modus, oder eben Fired Chicken essen mit Adrian. Dann mal wieder betrinken mit anderen Freunden oder ein Besuch in Miami. Ein neues Tattoo auf der Brust und eines auf der Schulter.
Eigentlich ist wahnsinnig viel passiert und doch passt alles in ein einziges Blinzeln und schon ist es vorbei.

Vor allem hab ich die letzten drei Wochen genossen, genauso sehr, wie ich sie jetzt im Nachhinein verfluche. Sich von allen zu verabschieden ist furchtbar und doch, wenigstens nutzt man noch mal die Chance mit allen etwas zu unternehmen. Und dann sieht man, was man in den sechs Monaten in einem fremden Land alles geschafft hat, so ganz allein. Und was man dann plötzlich alles zurücklassen muss und dass man das, was so furchtbar erschien, unglaublich vermissen wird.

Was ich also aus den letzten vier Monaten aus Florida mit genommen habe, ist dass egal wo man ist, man sich immer etwas schönes aufbauen kann. Man muss nur Willens sein das zu ändern , was einem nicht gefällt. Ich bin willens sehr weit zu gehen, wenn ich etwas will, weiter als ich es mir selbst zugetraut hätte. Ich bin und bleibe eben sehr stur. Trotz aller neuer Erfahrungen, die ich in Florida gesammelt habe, bin ich noch immer die selbe Person. Alles was sich geändert hat, ist die Tatsache, dass ich nun einige Sachen über mich selbst mit Gewissheit sagen kann.
Mal sehen was mir Süd Carolina mit dieser Einstellung Bringen wird. Nachdem der Mai ja nun nicht wirklich angenehm begonnen hat, sollte es nicht so schwer sein mich zu beeindrucken. Aber davon mehr im nächsten Bericht (hoffentlich nicht erst in vier Monaten )

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