Mai, 22. und 23. Süd Carolina

Erster Arbeitstag, Salty Dog Cafe

Meine ersten beiden Arbeitstage im "Salty Dog Café" waren sehr interessant. So interessant, dass sie einen eigenen Bericht verdienen.
Ich hatte einen Termin am Dienstag(22.5.2012) um 11 Uhr, zum Dokumente unterschreiben und so. Weil ich es hasse zu telefonieren und ausserdem zu geizig für ein Taxi bin, hab ich beschlossen gleich am ersten Tag mit dem Rad zu fahren. Nicht ohne beinahe zu spät zu kommen (ich habe einfach mal gnadenlos die Distanz zwischen dem Plantagen Tor und der Südlichen Küste unterschätzt)…. ok, ich war zu spät. Fünf Minuten um genau zu sein. Und wie ich nunmal so bin in meiner Logik am ersten Tag in einer neuen Umgebung, bin ich direkt zum Café und habe dort Leute gefragt wo ich denn nun hin muss. Das Resultat war verwirrend, obgleich auch logisch. In die Küche. Schürze um und arbeiten. Ich hab mir also ein T-Shirt geschnappt (ja man brauch hier keine Kochjacken, yeay), meine Tasche mit den Dokumenten verstaut und hab mir (ganz klassisch) die Salatstation zeigen lassen. Einfach und übersichtlich, schnell gelernt.
Ein Wort zur neuen Küche. Wie konnte ich mich nur über die Bedingungen im Marina Café beschweren? Im vergleich zu der Küche in der ich gerade erst angefangen hab, war das Marina Café purer Luxus. Aber geschockt hat mich das trotzdem nicht wirklich. Ich glaub ich hab mich einfach damit abgefunden, dass meine Erwartungen in den USA nicht erfüllt werden.
Egal, der erste Tag hat dennoch irgendwie Spass gemacht, auch wenn ich anstatt um vier nach haus zu gehen, mal eben länger geblieben bin und noch bis um sieben ausgeholfen hab.
Auf dem Weg zurück zum Apartment hab ich mir auch gleich noch den Weg eingeprägt, sodass ich am nächsten Morgen nur noch 45 Minuten bis zur Arbeit gebraucht hab(und keine 1 1/2h). Aber ehrlich, wenn man um acht Uhr anfangen muss zu arbeiten, ist dass trotzdem fast zu viel. Wenn es nicht Radfahren wäre, hätte ich das sicher nicht durchgehalten.
Wie auch immer, der Morgen hat nicht schlecht angefangen. Einer der Küchenmanager, ich möchte fast sagen ein Sous-chef, falls es soetwas hier gibt, hat mich gleich unter seine Fittiche genommen und mir nach dem einloggen ersteinmal alles genau gezeigt. So langsam hatte sich auch rumgesprochen, dass ich trotzdem ich nur mit einem Trainingsprogramm auf die Insel gekommen bin bereits ein ausgelernter Koch bin und das scheint hier wahnsinnig viel wert zu sein. Ich erfuhr also, dass der Plan soweit so aussah, dass man mich in Sachen Management trainieren wollte. Dienstpläne schreiben, Ware bestellen und soweiter…. also richtig was für mich zu lernen. Hurra.
Der Rest vom zweiten Tag war einfach, wieder Salatstation, nur eben mit einer anderen Kollegin. Immer mal wieder wurde ich dann irgendwohin gerufen um Ware zu verräumen, oder endlich meine Dokumente zu unterschreiben.
Zwei Tage geschafft, die Küche sieht furchtbar aus, das Essen ist dennoch besser als in Florida und die Leute sind super nett. Ich glaub ich mag es hier. Ach ja, und ich habe an meinem zweiten Tag gleich drei vier mal zu hören bekommen, dass man mich auf anhieb mag (Zitat: "I love her?that girl" *grin*), da krieg ich ja fast Höhenflüge. Mal sehen, wie das hier ausgeht.

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